
Das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) war bisher bundesweit (zum Beispiel vom Wetterdienst) mit Warnmeldungen gespeist worden. Ausgespielt werden die Informationen zum Beispiel über die Warn-App des Bundes, NINA. Nun kann dieses System auch von Landkreisen und Gemeinden für Warnungen vor regionalen Gefahren genutzt werden. Darüber informierten die Vorsitzenden des Zweckverbandes Integrierte Leitstelle Bamberg-Forchheim, Oberbürgermeister Andreas Starke und die Landräte Johann Kalb und Herrmann Ulm am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Bamberg.
Oberbürgermeister Andreas Starke: „Es ist Pflicht der Kreisverwaltungsbehörden die Bevölkerung bei Großschadenslagen, Unwettern und Katastrophen bestmöglich und rasch zu informieren. NINA kann dazu beitragen, dass wir die Bevölkerung noch schneller und umfassender mit Informationen versorgen können. Darum werbe ich dafür, dass möglichst viele Menschen die WarnApp NINA oder andere WarnApps auf ihr Smartphone laden."
„Je mehr Menschen eine Gefahrensituation kennen, desto besser lassen sich Schäden von Leib und Leben, Hab und Gut unserer Bürgerinnen und Bürger fern halten", warb Landrat Johann Kalb für die Nutzung der Warn-App, die sehr gezielt bis auf einzelne Postleitzahlenebenen ausgespielt werden kann. „Gleichzeitig ist das wahrscheinlich die einzige App, der wir wünschen, dass sie möglichst selten zum Einsatz kommt."
„Wir haben das System bei uns im Landkreis Forchheim bei der letzten Katastrophenschutzübung erfolgreich getestet. Die Rückmeldungen der Mitarbeiter und Betroffenen waren sehr positiv", berichtet Landrat Hermann Ulm.
Christine Feldbauer, Geschäftsführerin des ZRF: "Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Bamberg-Forchheim (ZRF) begrüßt es, dass nun alle Mitglieder diese moderne Technologie nutzen können, um die Bevölkerung schnell auf mögliche Gefahren hinzuweisen und ihr Verhaltenstipps an die Hand zu geben. Menschen, die umfassend informiert werden, können umsichtig handeln und andere unterstützen. Zudem bleiben so wichtige Kommunikationswege für Rettungsdienst und Feuerwehr, wie zum Beispiel die Leitungen der Leitstelle, frei."
Beispiel:
Nehmen wir einen Unfall eines Gefahrguttransportes auf der A 73 bei Forchheim. Sofern sich hieraus eine Gefahr für die Bevölkerung der Stadt Forchheim und der Fahrzeuglenker auf der A 73 ergibt, kann z.B. der Katastrophenschutz des Land-kreises für den Postleitzahlenbereich 913XX eine Warnung vor zum Beispiel giftigen Dämpfen ausspielen. Diejenigen, die in der App dieses Gebiet eingestellt haben und alle, die sich mit ihrem Smartphone in diesem Bereich aufhalten (Standortangabe eingeschaltet), werden eine entsprechende Warnung mit Verhaltenshinweisen erhalten.
Das Warnsystem ist in der Lage, Meldungen in drei Stufen auszuspielen. Bei höchster Priorität hat die Warn-App unabhängig von den Einstellungen des Nut-zers Weckfunktion. Meldungen mit niedriger Priorität werden behandelt wie sonstige Nachrichten.
Test:
Zu Testzwecken werden wir für die Bürger am Samstag, 23. März, um 15.15 Uhr eine Probe-Warnmeldung ausspielen. Zuvor muss die App auf dem Smartphone installiert werden.
für Android:
für iOS: 
Forchheim, 21.03.2019
Pressestelle
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